Warum ich nach Québec / Kanada auswandern möchte

 

Als ich im Jahre 1955 geboren wurde, wurde die Europäische Bewegung immer populärer. Die Menschen hatten die Nase voll von Kriegen, Elend und Not, worunter Europa seit Jahrhunderten leiden mußte. Die Probleme unseres Kontinents können nur gelöst werden, wenn die europäischen Bürger und Staaten zusammen arbeiten und die alten Feindseligkeiten vergessen.

Während der 1950ger und 1960ger Jahre zerbrachen die alten europäischen Kolonialreiche endgültig. Die Substanz der europäischen Staates war geschädigt durch den Zweiten Weltkrieg, eine neue Ordnung für für die Ordnung der Welt wurde notwendig.

Mehr und mehr Europäer sahen nun die Gelegenheit ein neues Europa aufzubauen, die "Vereinigsten Staaten von Europa", ein Land von Portugal im Westen bis zum Ural, vielleicht auch bis Wladiwostok an dem Behring Meer im Osten, von Grönland im Norden bis Italien im Süden.

Einige Leute protestierten und rissen Schlagbäume nieder, aber Schritt für Schritt erreichten wir das Ziel, die Europäische Union aufzubauen.

In den 1950ger Jahren gab es noch Stacheldrahtzäune zwischen der BR Deutschland und ihren Nachbarländern.
Wenn man die Grenze überqueren wollte, gab es sehr strenge Kontrollen.
aber vor allem aus Sicht der jüngeren Europäer verloren die Grenzen immer mehr ihre Bedeutung.
Heutzutage kann man die alten Grenzen kaum noch bemerken. Man kann unbemerkt eine Grenze überqueren.

Ein altes leer stehendes Zollhaus. Der Blick geht von den Niederlanden in Richtung BR Deutschland.

Ein Blick in die andere Richtung in die Niederlande.

 

Heutzutage können die Bürger Europäischen Union ihren dauernden Wohnsitz in jedem Staat der Europäischen Union frei wählen. Wir haben eine gemeinsame Währung für die wichtigsten Länder der Europäischen Union seit 2002, den Euro. Die europäischen Staaten gehören zusammen, und wir werden das Ziel erreichen, die Europäische Union zu einem sozialen Rechtsstaat u machen. Natürlich gibt es noch viele Probleme zu lösen, was die Diskussion über die neue europäische Verfassung zeigt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir Erfolg haben werden und ein neues schönes Land, das die Menschenrechte für jederman gewährleistet, aufbauen. Aber zur Zeit ist die Lage in der Bundesrepublik Deutschland recht beklagenswert, und ich kann niocht auf bessere Zeiten warten...

 

 

 

 

 

Der Euro ersetzte im Jahre 2002 die wichtigsten europäischen Währungen.

Obgleich der Euro umstritten war, gibt der Erfolg ihm recht.

 

<<<Denkmal für den Euro in Brüssel, Belgien

Aber leider hat die Angelegenheit auch einen großen Haken. Das Schenger Abkommen macht es für Bürger der Europäischen Union unmöglich, in einem anderen Staat der Europäischen Union zu erhalten. Das ist bedauerlich, zumal Menschenrechte und Religionsfreiheit in den meisten europäischen Ländern aus verschiedenen Gründen nicht gesichert sind. Auch die anderen europäischen Staaten, die nicht Miglied der Europäischen Union sind, sind dem Schengener Abkommen beigetreten, oder sie beabsichtigen es zu tun. Als Konsequenz dessen müssen politisch oder religiös verfolgte Menschen ganz Europa verlassen.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, in einem anderen Land der Europäischen Union glücklich und zufrieden leben zu können, etwa in Belgien oder Frankreich zum Beispiel. Ich liebe Europa, und Europa ist meine Heimat. Aber es ist für mich zu gefährlich, hier länger zu bleiben. Ein Beamter von der niederländischen Asylbehörde sagte mir: "Herr Koßmann, Sie sind jederzeit in den Niederlanden herzlich willkommen, aber wir können Sie hier nicht hinreichend vor den BRD - Behörden schützen wegen des Schengener Abkommens."

Und so habe ich mich entschlossen, ganz Europa zu verlassen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die europäische Kultur sehr stark von Amerika beeinflußt, allerdings fast nur von den USA. Ich weiß sehr viel über die USA, habe auch dort viele Freunde, aber ich könnte mir nicht vorstellen, dort für immer zu leben. Die Us Bürger sind ziemlich reaktionär und religiös, und sie haben die Ideale vergessen, deretwegen die USA dereinst im Jahre 1776gegründet wurden. Davon einmal abgesehen bin ich kein Freund der englischen Sprache, weil ich nicht das Herkunftsland Großbrittannien mag wegen seiner jahrhundertelangen terroristischen Weltherrschaft.

Québec scheint ein Stück Europa in America zu sein, die Synthese zwischen der Alten und der Neuen Welt. Ich mag die französische Sprache und bin gewillt sie sehr gut zu lernen un denke, dass ich damit Erfolg haben werde. Ich möchte in einem freien Land mit liberalen und toleranten Menschen in einer heterogenen Gesellschaft leben.

Aber was kann ich im Gegenzug Kanada bieten? Ich bin Journalist und schreibe Texte aller Art, wie Fernsehserien, Drehbücher, insbesondere Satiren, Songtexte, Dokumentationen. Ich wäre der einzige deutsche Asylant in Kanada, und ich denke, dass man diese Geschichte auch recht gut vermarkten könnte. Ich bin nicht gewillt, auf den Schaden, den mir die deutschen Behörden zugefügt haben, sitzen zu bleiben, eine einvernehmliche Lösung mit dem Lande Nordrhein - Westfalen konnte nicht erreicht werden. Natürlich ist auch Kanada nicht das Paradies auf Erden, es ist klar, dass ich Geld für mein Leben brauche, und die Auswanderung wird sehr teuer werden. Aber ich kann gute journalistische Produkte anbieten und mit der richtigen Werbung dann auch gut verkaufen.

Ich habe vor das verdiente Geld in eine Ferienranch für Touristen zu investieren, eine Partnerschaft zu euner Guest - Ranch wäre recht gut. Ich liebe die großartige kanadische Natur und die Weite des Landes, aber es ist selbstverständlich für mich, dass ich mich nicht nur dem Vergnügen hingeben will, sondern meine Arbeit fortsetzen werde.

Die Menschen müssen Zugang zu unzensierten Insider - Informationen über die Bundesrepublik Deutschland bekommen, die beansprucht ein demokratischer Rechtsstaat zu sein. Nur weltweiter Druck kann die Behörden und die Regierung der Bundesrepublik Deutschland bdazu bringen, die notwendigen Reformen durchzuführen. Ich werde niemals meine Verantwortung für das Land vergessen, in dem ich geboren wurde.

 
Hier können Sie sich ein paar Bilder aus dem "guten alten Europa" anschauen, die ich in Brüssel aufgenommen habe:
 
 
 
 
 
 

Es ist ein großartiges Gefühl sich die neuen Bauten der Verwaltung der Europäischen Union anzuschauen. Hier ist die Zentrale des künftigen schönsten und mächtigsten Reiches der Erde. Wir sollten es hoffen.

Die folgenden Bilder sollen noch mal einen Eindruck des Reichtums und der Macht der alten europäischen Kolonialreiche vermitteln, die heute Geschichte sind. Europa wird in Zukunft nicht mehr fremde Völker ausbeuten, so wie in der Vergangenheit, wir wünschen uns eine partnerschaftliche und gerechte Zusammenarbeit mit allen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Was denke ich, wenn ich mir die Bilder anschaue? Geschichte und Zukunft sind einander oft sehr nahe. Der immense Reichtum der alten europäischen Kolonialmöchte mit Häuser, die goldene Fassaden zieren, ist beeindruckend. Sicherlich gibt es auch andere Städte in Europa, die unter schlechten Bedingungen leiden müssen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nehmen zu. Arbeitslosigkeit ist ein großes Problem fast überall in Europa. Die Menschen sind unzufrieden, die allgemeine Stimmung ist schlecht.

Aber Europa ist schön. Nach dem Ende der alten europäischen Kolonialreiche wird Europa vereinigt. Europa hat die Chance, das mächstigste und lebenswerteste Land der Welt zu werden. Europa kann es schaffen, aber dazu muß Europa aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, die bis heute nicht überwunden sind. Reformen sind überfällig. Ich möchte einen kleinen Beitrag leiste, dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, weil ich stolz darauf bin,Europäer zu sein.

Daher bin ich auch traurig, dass ich Europa verlassen muß, aber ich bin glücklich, Deutschland verlassen zu verlassen, weil ich mit diesem Lande nichts gemein habe. Ich werde sicherlich meine unmittelbare Heimat, das Ruhrgebiet, vermissen, insbesondere auch meine Geburtsstadt Wanne - Eickel. Aber man kann eben nicht alles im Leben haben. Wenn ich das Schiff nach Nordamerika im Hafen von Rotterdam besteige, werde ich nie wieder im Leben nach Europa zurückkehren.

Joachim Koßmann